Beziehungen zwischen Diesseits und Jenseits – Vom Sozialcharakter des Todes in religiös-kulturellen Traditionen und der Moderne

In den religiösen Traditionen ist der Tod ein Übergangsphänomen: Nicht Leben und Tod stehen sich gegenüber, sondern Geburt und Tod. Das Leben geht auch nach dem Tod weiter. Die verschiedenen Jenseitsvorstellungen machen deutlich, dass Menschen zwar das Schicksal der Sterblichkeit teilen, der Tod abe...

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Bibliographic Details
Published in:sozialpolitik.ch
Main Author: Birgit Heller
Format: Article
Language:German
Published: University of Fribourg - Division of Sociology, Social Work and Social Policy 2017-04-01
Subjects:
Online Access:https://www.sozialpolitik.ch/article/view/3678
Description
Summary:In den religiösen Traditionen ist der Tod ein Übergangsphänomen: Nicht Leben und Tod stehen sich gegenüber, sondern Geburt und Tod. Das Leben geht auch nach dem Tod weiter. Die verschiedenen Jenseitsvorstellungen machen deutlich, dass Menschen zwar das Schicksal der Sterblichkeit teilen, der Tod aber durchaus nicht alle Menschen gleich macht. Die Art des Weiterlebens ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Auch die sozialen Beziehungen werden durch den Tod nicht zwangsläufig beendet. Diesseits und Jenseits sind nicht durch starre Grenzen vonei-nander getrennt, sondern durch rituelle und spirituelle Beziehungsnetze miteinan-der verbunden. Die facettenreiche Totensorge bildet einen wesentlichen Bereich der religiösen Traditionen und ist auch in der Moderne zumindest noch in Relikten anzutreffen.
ISSN:2297-8224