Mit Journalismuskompetenz den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

Etwa ein Drittel der Deutschen hegt Misstrauen gegenüber den etablierten Medien und glaubt, dass Journalist:innen in Zusammenarbeit mit der Politik die Bevölkerung belügen und manipulieren. Mangelndes Wissen über Strukturen und Arbeitsweisen des Journalismus ist eine der Ursachen, die zu solchen Vo...

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書誌詳細
出版年:MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
主要な著者: Markus Beiler, Uwe Krüger, Sophie Menner, Juliane Pfeiffer
フォーマット: 論文
言語:ドイツ語
出版事項: MedienPädagogik 2023-03-01
主題:
オンライン・アクセス:https://www.medienpaed.com/article/view/1513
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要約:Etwa ein Drittel der Deutschen hegt Misstrauen gegenüber den etablierten Medien und glaubt, dass Journalist:innen in Zusammenarbeit mit der Politik die Bevölkerung belügen und manipulieren. Mangelndes Wissen über Strukturen und Arbeitsweisen des Journalismus ist eine der Ursachen, die zu solchen Vorstellungen führen können. Um dem zu begegnen, wird in diesem Beitrag mit «Journalismuskompetenz» ein neues Modell und Konzept für die Lehramtsausbildung vorgestellt, das enger als «Medienkompetenz», aber breiter als «Nachrichtenkompetenz» gefasst ist. Es lehnt sich an das Modell der «Demokratiekompetenz» nach Audigier an und umfasst eine kognitive, eine affektive und eine sozial-praktische Dimension. Die kognitive Dimension wird mithilfe des «Zwiebelmodells» des Journalismus nach Weischenberg operationalisiert und erstmals empirisch in einer Befragung von Lehramtsstudierenden der Universität Leipzig (n = 585) erhoben. Die Befragung ergab ein durchschnittliches Journalismus-Wissen auf dem Niveau der Schulnote Vier; es wurden positive Korrelationen des Wissens u. a. mit dem Medienvertrauen, dem Politikvertrauen, dem Alter und dem vorherigen Belegen eines universitären Seminars über Journalismus festgestellt. Es erscheint daher plausibel, dass mit verstärkten Bildungsanstrengungen – wie sie aktuell in der Lehramtsausbildung der Universität Leipzig getätigt werden – die Journalismuskompetenz und mittelbar auch das Medienvertrauen erhöht werden kann.
ISSN:1424-3636